Anlagen im Vergleich

Chancen nutzen


| Bild: | Die meisten jungen Menschen sparen ihr Geld auf dem Sparbuch oder im Sparschwein, obwohl hier nur wenig oder gar keine Zinsen zu erwarten sind. Die ständige Verfügbarkeit des Geldes scheint wichtiger als die Rentabilität zu sein. Allerdings gibt es immer mehr Jugendliche, die auch in Investmentfonds und festverzinsliche Wertpapiere anlegen.
(Quelle: IJF Institut für Jugendforschung)

Chancen und Möglichkeiten
Rentabilität, Verfügbarkeit, Transparenz, Risiko
Geldanlagen privater Haushalte
Anregungen zum Thema


Chancen und Möglichkeiten
Wie in den vorangegangenen Kapiteln erläutert, spielt frühzeitiger Vermögensaufbau nicht nur in Anbetracht der Versorgungslücke im Alter eine wichtige Rolle. Die bei den Bürgern beliebteste Anlageform ist nach wie vor das Sparkonto oder Sparbuch. Aber auch Investmentfonds steigen im Kurs der Anleger: Das Fondsvermögen von Publikumsfonds entspricht heute etwa 13 Prozent des Geldvermögens der privaten Haushalte.

Laut einer Umfrage des Deutschen Aktieninstituts entscheiden sich Anleger für Wertpapiere und Investmentfonds vornehmlich aus Gründen der Rentabilität, Transparenz, Risikostreuung und Altersvorsorge.

„Warum investieren Sie in Investmentfonds?“

„Weil…

… die Kosten transparent sind.“
(sagen 85 Prozent der Anleger)

… sie eine breite Risikostreuung ermöglichen.“
(sagen 62 Prozent der Anleger)

… man auch mit kleinen Anlagebeträgen sparen kann.“
(sagen 62 Prozent der Anleger)

… ich mich nach dem Kauf weiter um nichts kümmern muss.“
(sagen 46 Prozent der Anleger)

(Quelle: BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V., GfK Finanzmarktpanel 2008)


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Rentabilität:
Mit Wertpapieren und Investmentfonds können höhere Renditen erzielt werden als beispielsweise mit einem Sparbuch. Allerdings unterliegen sie den Kursschwankungen am Markt, wo es immer gute wie auch schlechtere Jahre gibt. Auch entwickeln sich die unterschiedlichen Wertpapiere und Fondsarten nicht alle gleich. Hohe Renditechancen lassen sich daher am besten durch langfristiges Anlegen erzielen.

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Verfügbarkeit:
Das Leben steckt voller unvorhersehbarer Ereignisse. Wer langfristig für seine Zukunft Vermögen aufbauen will, sollte daher darauf achten, immer auf einen Teil der Geldreserven zurückgreifen zu können. Sparformen, die für bestimmte Fristen festgelegt werden müssen (zum Beispiel Sparbriefe oder Termingelder), können diesem Anspruch nicht gerecht werden. Ohne Kündigungsfristen sind beispielsweise festverzinsliche Wertpapiere, Investmentfonds oder Aktien.

Transparenz:
Für viele Anleger ist die Transparenz einer Anlage ein wichtiges Kriterium. Wie hat sich der Wert der Anlage im letzten Jahr entwickelt? Wie schneidet sie im Vergleich mit anderen Geldanlageformen ab? Wenn das Vermögen einer Anlage von beispielsweise einer Bank oder Sparkasse verwaltet wird, ist es schwierig, die erzielte Wertentwicklung mit den Ergebnissen anderer individuell verwalteter Vermögen zu vergleichen. Transparente Anlageinstrumente sind zum Beispiel Investmentfonds. Ihre Wertentwicklungen werden regelmäßig in Tageszeitungen und Jahresberichten der Fonds veröffentlicht.

Risiko:
Wer sich dazu entschließt, Teile seines Vermögens in Aktien oder andere Wertpapiere zu investieren, sollte nie alles auf eine Karte setzen. Erleidet der Aktienwert am Markt einen Einbruch, steht das gesamte Vermögen auf dem Spiel. Investmentfonds bieten in dieser Hinsicht eine gewisse Absicherung, da sie eine gesetzlich vorgeschriebene Risikostreuung haben. Entwickelt sich ein einzelner Titel innerhalb des Fonds mal nicht so gut, so kann dies durch erfolgreichere andere Titel ausgeglichen werden.

Trotz breiter Streuung nach verschiedenen Gesichtspunkten können Kursrückgänge der jeweiligen Werte aber auch im Fonds zu sinkenden Anteilpreisen führen. Bei Fonds mit besonderen Branchen- oder Länderschwerpunkten (Spezialitätenfonds) kann es vereinzelt zu einer Risikokonzentration kommen, wenn zum Beispiel eine bestimmte Branche durch Rahmenänderungen oder eine Region in der Welt zum Beispiel durch politische Umbrüche besonders betroffen werden.

Bei Anlagen in Fremdwährungen sollte bedacht werden, dass der Wert des Fondsvermögens in Euro von Wechselkursschwankungen beeinfl usst werden kann. Bei Anlagen im Euroraum ist dies aber kein Problem.

Wie risikofreudig jemand sein Geld anlegt, ist immer eine Frage der ganz persönlichen Anlageziele. Stark risikobehaftete Vermögenswerte sollten einen bestimmten Prozentsatz der Anlage nicht überschreiten.


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Schon gewusst?
Bei der Fondsanlage fallen wie bei jeder Anlageform Kosten an. Im Wesentlichen handelt es sich um

• den Ausgabeaufschlag für Beratungs- und Vertriebskosten des Fonds (errechnet sich aus der Differenz zwischen Ausgabe- und Rücknahmepreis, die jeden Tag veröffentlicht werden) und

• die Verwaltungs- und Depotbankvergütungen, die aus dem Fondsvermögen entnommen werden.



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Anregungen zum Thema


| Bild: | Weiterdenken!


• Schauen Sie sich die Grafik „Geldanlagen privater Haushalte“ an. Welche der aufgeführten Anlageformen haben Sie selbst? Überprüfen Sie Ihre Anlage nach den Kriterien „Risikostreuung“, „Rentabilität“ und „Transparenz“.

• Befragen Sie Familienmitglieder und Bekannte, wie für sie eine ideale Geldanlage aussieht und welche Vorteile sie bieten sollte.

• Erweitern Sie Ihr Wissen zum Thema mit dem Arbeitsblatt „Vermögensaufbau: Geldanlagen bewerten“.


| Bild: | Zum Nachlesen


• „Fit for Money“, Bundesverband deutscher Banken (Hrsg.), Schul|Bank, Bank-Verlag Köln, 2007 (kostenlos für Lehrkräfte)


| Bild: | Internet


• Testen Sie Ihr Wissen und machen Sie mit beim Quiz.

• Die Website www.faz.net/investor informiert über Fonds, Aktien, Anleihen und bietet ein kostenloses Börsenspiel an.


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